Feministischer Störsinn

Workshops mit mädchen* und jungen Frauen*
2021

Was ist jungen Frauen* wichtig? Was beschäftigt sie in ihrem Alltag? In welchen Situationen sind sie mit Diskriminierungen aufgrund ihres Geschlechts konfrontiert? Wie können sie sich gemeinsam wehren? In diesen Workshops setzen sich Mädchen*  künstlerisch mit feministischen Fragestellungen auseinander. Sie erproben, wie und wo sie ihre Haltung, ihr Handeln und ihre Umwelt verändern können, um sich gemeinsam mit künstlerischen Mitteln für eine gerechtere, feministische Gesellschaft einzusetzen. 

 

Idee und Konzept: Veronika Deinzel und Judith Kirchner

Mit: Katharina Marszewski / SDW Offene Siebdruckwerkstatt

Kooperationspartner:innen: MÄDEA Interkulturelles Zentrum für Mädchen und junge Frauen und SDW Offene Siebdruckwerkstatt / Rütli-Wear e.V.

 

Geplant für April 2021 bis Juni 2021

Das Projekt wird gefördert vom Berliner Projektfonds für kulturelle Bildung.

Halt mal kurz! Fragen zur politischen Haltung

Schulkooperation
2020/2021

Haltung zeigen, ja! Aber wie? Was bedeutet es eigentlich, eine Haltung zu haben? Jugendliche erleben, wie in der Gesellschaft rechtspopulistische, menschen- und demokratiefeindliche Positionen stärker Einzug halten und die Forderungen danach, Haltung zu zeigen, dringlicher werden. Wie können sie klar Position beziehen?

 

Schüler*innen setzten sich persönlich mit der Frage der politischen Haltung auseinander: Was ist ihnen wichtig? Welche Grundsätze bestimmen ihr Denken und Handeln? Nehmen sie sich selbst als politisch wahr? Zu welchen Themen fehlen Informationen, wo gibt es Unsicherheiten, z.B. bei Diskussionen in der Familie oder im Freundeskreis? Welche Perspektiven kommen in ihrer Gruppe nicht vor? Ihre Untersuchungen weiteten die Schüler*innen auch auf ihre Schule und das Brücke-Museum aus, zwei Einrichtungen, die traditionell vermeintlich neutrales Wissen vermitteln. Wie politisch kann, darf oder muss eine Schule oder ein Museum ihrer Meinung nach sein?

 

Die Schüler*innen wählten ein Thema und fanden heraus, was es für Möglichkeiten gibt, ihren Fragen mit künstlerischen Strategien nachzugehen. Dabei wurden sie von drei Künstlerinnen unterstützt. So entstanden ein Video, das Auftritte und Programme der AfD parodistisch untersuchte und Plakat-Entwürfe, die sich gegen diskriminierende Angriffe von rechts positionierten. Die Gruppe reagierte damit konkret auf einen Vorfall an ihrer Schule. Was mit der Frage nach einer Positionierung gegen Rechts begann, entwickelte sich bei anderen Schüler*innen während des Projektes zu teils sehr persönlichen Auseinandersetzungen mit verschiedenen Formen der Diskriminierung, die in ihrem Alltag eine Rolle spielen: Mobbing und menschenverachtende Kommentare, Body-Shaming, Geschlechterfragen an Hand von Mode, (Alltags-)Sexismus und sexuelle Belästigung. Auch die Gefahren der Radikalisierung durch Algorithmen am Beispiel von Youtube oder Gefühle der Isolation während der Pandemie wurden in Projekten künstlerisch untersucht. Es entstanden Stop-Motion-Filme, fotografische Arbeiten, Videos, Objekte, Malerei, Plakate, Sticker und bedruckte Taschen.

 

Idee und Konzept: Jülia Devies und Judith Kirchner

Durchführung: Ana Baumgart, Jülia Devies, Lotte Wintraecken, Judith Kirchner und Karen Winzer 

Mit: Jutta Seitz-Küppers und Shakti Singh (Lehrerinnen) und den Schüler*innen der Kunst LKs der 11. Klasse des Dreilinden-Gymnasiums Berlin

 

Kooperationspartner*innen: Dreilinden-Gymnasium Berlin und Brücke-Museum

Das Projekt wurde gefördert vom Berliner Projektfonds für kulturelle Bildung

UUU: Unter Umständen unbeantwortbar

Schüler*innen-zentrierte Forschung
2018/2019

Was hat die Künstlergruppe Brücke mit der Gegenwart zu tun? Was haben deren Werke mit dem Alltag Jugendlicher zu tun? Gibt es soziale, politische Analogien zur Gegenwart? Wie können sich Jugendliche mit ihren Fragen, Ideen und Sichtweisen in das Museum einmischen? Im Rahmen des Projektes wurde Forschung betrieben: Eigene Fragen wurden entwickelt und zum Ausgangspunkt für die Suche nach Methoden und Strategien einer möglichen Beantwortung gemacht. Es wurden Interviews mit Besucher*innen und Mitarbeiter*innen des Museums über ihren Umgang mit und ihre Bewertung von Kunst geführt.  Die Schüler*innen arbeiteten künstlerisch-praktisch in diversen Medien und setzten ihre individuellen Interessen ins Verhältnis zum Museum. Dabei wurden sie von Expert*innen – wie zum Beispiel einem Filmemacher, einer Fotografin und einer Grafik-Designerin – beraten und unterstützt.
Entstanden sind u.a.: ein Vermittlungs-Kartenset für Jugendliche, eine Heckel-Fälschung, ein Soundtrack zur Sammlung, ein Wegbeschreibungs-Video, Demo-Schilder, ein Plan zur Umgestaltung des Gartens,  Video-Interviews mit Besucher*innen und Mitarbeiter*innen. 


Konzept und Durchführung: Markus Strieder und Karen Winzer
Mit: Daniela Bystron / Brücke-Museum

Kooperationspartner:innen: Kurt-Tucholsky-Oberschule Berlin Pankow, Brücke-Museum


Das Projekt wurde gefördert vom Berliner Projektfonds für kulturelle Bildung.

Ronny plant den Garten neu. 

Mila demonstriert im Brücke Museum gegen den Klimawandel.

Ein Holzschnitt wird gefälscht.